Traumapädagogik in Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege und Familienzentren
Für eine umfassende Unterstützung, Begleitung und Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften im Umgang mit hochbelasteten und traumatisierten Kindern steht seit 2016 das landesweite, vom Sozialministerium finanzierte Angebot TiK-SH – Traumapädagogik in Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege und Familienzentren.
Hochbelastete und traumatisierte Kinder brauchen professionelle Unterstützung
Viele Kinder haben existenziell bedrohliche Situationen erlebt, die sie nicht bewältigen konnten. Sie tragen seelische Verletzungen in sich und brauchen Bezugspersonen, die ihre Verhaltensweisen einordnen können und ihnen dadurch Sicherheit geben.
Das Verhalten, mit dem Kinder auf Belastungen reagieren, ist manchmal schwer zu verstehen. Fachkräfte wissen nicht immer, wie sie angemessen reagieren können. Sie können an persönliche Grenzen stoßen.
Für eine gesunde Entwicklung benötigen hochbelastete Kinder einen sicheren Rahmen und ein professionelles Umfeld, das sie gezielt stabilisieren und ihre Ressourcen mobilisieren kann.
Mehr Handlungssicherheit im Umgang mit belasteten Kindern
Die Traumapädagogik unterstützt Fachkräfte dabei, hochbelastete und traumatisierte Kinder professionell zu begleiten. Sie bietet ein umfangreiches Instrumentarium und Interventionsmöglichkeiten, um diesen Kindern zu helfen und den Alltag gemeinsam zu gestalten.
Auf diese Weise erhalten die betroffenen Kinder die Möglichkeit, neue und positive Lebenserfahrungen zu sammeln, sich seelisch und sozial zu stabilisieren und ihre Potenziale zu entfalten.
Qualifizierung durch Beratung, Fortbildung und Supervision
TiK-SH – Traumapädagogik in Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege und Familienzentren berät Fachkräfte persönlich, um individuelle Bedürfnisse kennenzulernen und durch ein maßgeschneidertes Angebot zu unterstützen. Fachkräfte erfahren, wie sie in ihrem Team wirkungsvolle Handlungsstrategien entwickeln können, um Belastungen zu erkennen und Kinder zu stärken.
Mit Fallberatungen, Supervisionen und (Inhouse-) Fortbildungen erhalten Fachkräfte ein unentgeltliches Angebot, das bedarfsorientiert unterstützt und so direkt auf das einzelne Kind und die gesamte Gruppe wirkt.