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Ergebnisse des ersten Schleswig-Holsteinischen Kinderrechte-Gipfels

Wenn Kinder den Ton angeben

Am 07. Juni 2026 fand im Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel der erste Kinderrechte-Gipfel in Schleswig-Holstein statt, jetzt werden auf der Landespressekonferenz im Kieler Landeshaus die Ergebnisse präsentiert – natürlich auch von den Kindern und Jugendlichen, die die Veranstaltung maßgeblich geplant und gestaltet haben. Fachkräfte des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein und ein breites Bündnis aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft standen ihnen dabei vor allem begleitend und unterstützend zur Seite. „Kinderrechte und ganz spezifisch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sind zentrale Themen des Kinderschutzbundes – sowohl auf lobbypolitischer Ebene als auch ganz praktisch, im Landesverband und in unseren Ortsverbänden“, erläutert Sophia Schiebe, die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes SH. „Das war für uns Anlass, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen sowie Bündnispartner*innen dieses besondere Partizipationsvorhaben zu planen: Einen Kinderrechte-Gipfel als landesweite Veranstaltung über Kinderrechte von Kindern und Jugendlichen für Kinder, um damit die Kinderrechte aus ihrer Perspektive erlebbar zu machen. In dieser Form ist dies bisher bundesweit einzigartig,“ so Sophia Schiebe.

Fast eineinhalb Jahre von der Idee bis zum Gipfel-Event wurde alles gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen gestaltet. Das Ziel: Kinderrechte stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen. „Wir fanden es richtig gut, dass die Erwachsenen nicht einfach gemeint haben, die Kinder wollen es so und so – sondern uns wirklich gefragt haben. Wir durften wirklich mitbestimmen. Am tollsten war für uns, dass wir die Monsterchen selbst erfunden haben und dass die wirklich überall zu sehen sind," berichten Ida und Ben aus der Impulsgruppe Kinder.

Die Monsterchen-Illustrationen stehen jeweils für ein Kinderrecht und ziehen sich als roter Faden durch den gesamten Kinderrechte-Gipfel, vom Veranstaltungs-Plakat über ein Theaterstück bis zur abschließenden Broschüre.

„Was diesen Prozess besonders gemacht hat: Wir mussten uns nicht an Strukturen der Erwachsenen anpassen. Kinder und Jugendliche haben hier auf Augenhöhe diskutiert und geplant – wirklich paritätisch, nicht symbolisch. Wer so beteiligt wird, merkt: Meine Stimme verändert wirklich etwas," betonen Mara Rauch und Désirée-Fabienne Kraft aus der Impulsgruppe Jugend.

Für den Kinderschutzbund SH bestätigt der Kinderrechte-Gipfel einmal mehr: Beteiligung verändert gesellschaftliche Perspektiven und stärkt die Demokratie. „Kinder und Jugendliche wollen beteiligt werden und ihre Beteiligung entfaltet Wirkung. Was sich rund um den Kinderrechte-Gipfel zwischen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen entwickelt hat, muss der Maßstab für Beteiligung in Schleswig-Holstein sein“, fordert die Landesvorsitzende Sophia Schiebe. „Gelingende Kinder- und Jugendbeteiligung braucht Mut – zur Offenheit und zu Veränderung. Und es braucht endlich echte Beteiligungsstrukturen! Für uns als Kinderschutzbund und alle beteiligten Kinder und Jugendlichen ist deshalb klar: es muss einen weiteren Kinderrechte-Gipfel geben!“

 


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