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Über 9.000 Minderjährige in Schleswig-Holstein von Wohnungslosigkeit betroffen

Kinderschutzbund mahnt dringenden Handlungsbedarf für betroffene Kinder und Jugendliche an

31 Prozent der untergebrachten wohnungslosen Menschen im Land sind unter 18 Jahre alt. Das zeigt der Bericht der Landesregierung zur Situation wohnungsloser Menschen in Schleswig-Holstein (Drucksache 20/4332). Das entspricht mehr als 9.000 Kindern und Jugendlichen. Bereits im September 2025 hatte der Kinderschutzbund auf Bundesebene zum Tag der Wohnungslosen auf die dramatische Lage aufmerksam gemacht. Bundesweit leben rund 137.000 Minderjährige in Notunterkünften oder verdeckter Wohnungslosigkeit.

„Kinder brauchen Stabilität, einen sicheren Ort und Verlässlichkeit. Das sind Grundvoraussetzungen für gesundes Aufwachsen. Für über 9.000 Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein ist das derzeit nicht zuverlässig gegeben. Diese jungen Menschen müssen bei der Bekämpfung von Wohnungslosigkeit politisch deutlich stärker in den Blick genommen werden“, so Sophia Schiebe, Landesvorsitzende.

Der Kinderschutzbund fordert in dem auf der Bundesmitgliederversammlung 2025 beschlossenen Positionspapier „Gerechtes Wohnen für Kinder und ihre Familien" unter anderem:

  • Eine Stärkere öffentliche Debatte über den Zusammenhang von Armut und Wohnungsnot
  • Mehr sozialen Wohnungsbau, Mietpreisregulierung und Leerstandsmanagement
  • Spezielle Unterstützung für Careleaver*innen beim Zugang zu Wohnraum
  • Den Ausbau von Ausbildungs- und Studierendenwohnheimen
  • Die Förderung von sozialem Mehrgenerationenwohnen

Das Positionspapier geht auf eine Initiative des Landesverbandes Schleswig-Holstein und des Kreisverbandes Ostholstein zurück.


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